Kerstin Hack

Coach / Autorin / Verlegerin

Autor: Kerstin Hack (Seite 2 von 22)

U2 and me

Vor einigen Monaten lief ich an einem Plakat vorbei, das für die Joshua Tree Tour von U2 warb. Ich dachte mir: „Da werde ich bald 50 und war noch nie in meinem Leben auf einem großen Konzert in einem Stadion. Eigentlich wäre es schön, das mal erlebt zu haben…“  Mein bisher größtes Konzert waren ein paar Tausend Leute bei Mercedes Sosa in einer Halle – vor vielen, vielen Jahren.

Und so war ich gestern bei strömenden Regen auf dem ersten großen Konzert meines Lebens. Und fand es einzigartig schön. Weil ich nicht wusste, ob mehrere Stunden stehen das richtige für mich sind, habe ich mir einen Sitzplatz gegönnt… praktisch stand ich dann doch die meiste Zeit… weil es Musik gibt, die man nicht still sitzend anhören kann.

Mich hat das Konzert berührt. Die U2 Version von „singing in the rain“ werde ich wohl nie vergessen….

Mich hat berührt, dass die Musiker so unaufgeregt waren. Auch wenn es natürlich eine riesengroße Show mit allem, was dazu gehört, war, wirkte es nie so, als ob sie es nötig haben, eine Show abzuziehen. Sie haben gute Musik gemacht. Aber sich angenehm unaufgeregt dazu bewegt. Auch die Videos im Hintergrund waren weit ruhiger als erwartet.

Eine Einblendung zeigte ein geflüchtetes syrisches Mädchen, das gefragt wurde. „Wenn du vor Tausenden von Menschen sprechen könntest – was würdest du ihnen sagten?“ Ihre Antwort: „Hört nicht auf zu träumen. Ich träume auch, dass ich eines Tages Anwältin sein kann, um den Menschen beizustehen, die Hilfe brauchen!“ Statt Dinge in eigenen Worten zu formulieren, gaben die Musiker einem Teenie-Mädchen eine Plattform, um ihre Träume in ihrer Muttersprache (mit Übersetzung) in die Welt zu tragen.

Während U2 das nächste Lied spielte, wurde ein riesiges Porträt des Mädchens auf einem Banner durch die Reihen gegeben und gleichzeitig wurden Bilder  von einem riesigen Flüchtlingslager in Jordanien eingeblendet – und die ersten drei Artikel unseres Grundgesetzes.. Mich hat berührt, dass die einem Menschen Raum gaben, eine Stimme gaben…und stark und direkt an unsere Mitmenschlichkeit und Verantwortung erinnerten.

Dann sprach der Leadsänger Bono  darüber, dass in Konflikten und militärischen Auseinandersetzungen oft die Frauen besonders viel leiden. Sie erwähnten die junge, pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die an diesem Tag ihren 20. Geburtstag hatte und baten alle Besucher, Happy Birthday für sie zu singen.

Anschließend ehrten sie die Frauen in ihrem Leben. Namentlich ihre eigenen vier Ehefrauen. Aber dann auch – während sie das nächste Lied spielten, die Frauen in ihrer, unserer Welt, die etwas bewegt hatten. Sie sagten, dass es unzählige gibt, deren Namen niemand kennt. Aber sie wollten nicht nur HIStory, sondern auch HERstory erzählen,. Dafür blendeten sie die Porträts und Namen von vielen mutigen und starken, künstlerischen und klugen Weltveränderer-Frauen ein: Sophie Scholl, Marie Curie, Anne Frank, aber auch Angela Merkel und Christine Lagarde – viele Namen der afrikanischen und asiatischen Frauen auf der Leinwand waren mir nicht bekannt.

Doch als ich die vielen Gesichter all der unterschiedlichen Frauen sah, liefen mir Tränen über Gesicht. Ich habe mich gefragt, wieso mich das so berührt. Ich habe es selbst nur selten erlebt, von Männern (oder Frauen) geringschätzig behandelt worden zu sein, weil ich eine Frau bin. Das war wohl nicht der Grund. Aber ich habe es auch selten erlebt, dass starke, erfolgreiche, kernige Männer Frauen in der Art und Weise respektieren und ehren wie U2 es gestern Abend tat.

 

Heute Morgen habe ich mir dann vorgestellt, wie es im Himmel sein wird. Ich schätze, dass es da auch ein großes Konzert geben wird. Ob Gott eher auf Handels Halleluja oder eher auf U2 steht, wird sich noch zeigen. Aber ich kann mir vorstellen,

dass dann die Gesichter all der Frauen (und Männer) sichtbar machen wird,  die so gut sie konnten ihr Leben gelebt und – wo es in ihrer Kraft stand – etwas Positives in der Welt bewegt haben.

Von daher war gestern Abend für mich ein kleiner Vorgeschmack des Himmels.

 

 

 

Intensiv leben und Pausen machen

Die letzten Tage und wochen waren sehr intensiv: Endspurt für einen Artikel Stadt. Land. Gott, den ich für ein Magazin geschrieben habe. Und erfolgreicher Endspurt für das Crowdfunding für mein neues Buch. Wir haben es geschafft. Es ist wunderschön und ein riesiges Geschenk für mich, dass ich das Projekt jetzt ohne allzuviel finanziellen Druck angehen kann.

Dann fand an Bord Coaching – Basics statt: ein Workshop über die Grundlagen des Coaching inklusiv der Erläuterung und Einübung einiger hilfreichen Coaching-Techniken. Basierend auf meinem gleichnamigen Quadro.

Ich war stolz auf meine Teilnehmer. Sie haben das gelernte gleich erfolgreich umgesetzt. Nach einer Übung fragte ich die Kunden, wie hilfreich da Coaching mit den frischgebackenen „Coaches“ war. Auf einer Skala von 1 (wenig hilfreich) bis 10 (Problem gelöst), gab es 1 x die 3, mehrfach 7 – 8, 1 x sogar die Bestnote 10. Ziemlich gut für den Anfang. Die jüngste Teilnehmerin war meine 14 – jährige Patentochter, auf die ich mächtig stolz war.

Und am Sonntag habe ich dann in einer Gemeinde darüber gesprochen, wie man sein Lied des Lebens entdeckt.

Außerdem war – neben meiner Patentochter – noch weiterer Besuch an Bord. Und daneben haben wir weiter gebaut. Die Gästeküche hat jetzt Schubladen für Lebensmittel und meine eigene Küche bekommt noch zwei Geschirrschubladen. Der Seminarraum eine Eingangstür aus Glas, die etwas Privatsphäre und Schutz vor Zugluft bietet. Die Toilette hat jetzt einen Korkfussboden und es gibt eine Badeleiter mit der man elegant vom Schiff direkt ins Wasser und vor allem wieder zurück kommt.

Anderer Besuch war die Tochter einer Freundin, deren Mutter vor ziemlich genau einem Jahr sehr plötzlich und noch ziemlich jung verstarb. Der Jahrestag ihres Todes war kürzich und der Tochter war es wichtig, an diesem Tag an einem Ort und bei einem Menschen zu sein, bei denen sie sich sicher fühlt. Es berührt mich, dass sie mich und mein Schiff dafür gewählt hat.

Insgesamt waren 2017 bereits 21 Menschen als Gäste an Bord. Zum Reflektieren, zur Erholung, für Auszeiten. Um neue Perspektiven zu finden. Mit manchen habe ich intensive Gespräche geführt. Andere waren einfach „nur“ da und genossen die Zeit für sich und das Leben an Bord.  Über vieles, was da eher im Stillen passiert, kann ich nicht schreiben, weil die Themen, mit denen die Menschen kommen, oft sehr persönlich sind: Beziehungskrisen, Gesundheits- oder Gewichtsprobleme, Selbstwertproblematiken, Zukunftsperspektiven. Das sind Fragestellungen, die so vertraulich sind, dass ich sie nicht preisgeben kann und will.

Manchmal ist es auch ok etwas zu beschreiben. Die drei jungen Frauen auf dem Bild waren ein paar Tage an Bord, um die Frage zu klären, ob sie ihre berufliche Zukunft in Deutschland sehen. Wir hatten intensive Gespräche, auch Zeiten des Gebets, ich habe ihnen mehrere englischsprachige Interviews zu verschiedenen Themen gegeben. Und davon darf ich gern erzählen. Für Menschen, die wie sie und andere, die nach neuen Perspektiven und Orientierung suchen ist das Schiff gedacht.

Damit die räumlichen und auch meine persönlichen Kapazitäten nicht überfrachtet werden, steht das Schiff nicht für „normale“ Berlin-Besucher zur Verfügung, die ein Quartier für ihren Aufenthalt suchen. Obwohl ich das auf meiner Internet-Seite recht deutlich geschrieben habe, erhalte ich fast täglich Anfragen: „Ich bin bald in Berlin. Kann ich bei dir übernachten?“ Das kostet mich manchmal Kraft.

Doch insgesamt bin ich glücklich, dass das Schiff zunehmend an Fahrt aufnimmt.

Nach einem Jahr an Bord habe ich langsam einen guten Rhythmus zwischen Arbeit im Verlag, Coaching, Begegnung und Ruhepausen gefunden. Gerade genieße ich – nach Besorgungen – einen schönen Kaffee in Kreuzberg. Und eine Pause, in der ich Kraft tanken kann.

Wie gehen wir mit Frauen um?

„Der Maßstab für jede Gesellschaft liegt darin, wie sie ihre Frauen und Mädchen behandelt“ –  Michelle Obama

In einer westlichen Demokratie brüstet sich ein Präsidentschaftskandidat damit, dass ein Mann, so bald er Macht hat, mit Frauen machen kann, was er will – und damit durchkommt. Michelle Obamas Satz bezieht sich auf ihn, doch geht weit darüber hinaus.

Starke Frauen. Von Kerstin HackIch habe mich in den letzten Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, ob das Kleinhalten und Ausgrenzen von Frauen, das in manchen christlichen Kreisen noch praktiziert wird, tatsächlich vom Wort Gottes her haltbar ist. Und das Quadro Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven zu dieser Frage veröffentlicht.

Für mich ist klar:  Ja, auch die Gesundheit einer christlichen Gemeinde kann man daran erkennen, wie sie mit Frauen umgeht, sie fördert, schätzt und ihnen den Raum gibt, die Gaben auszuleben, die der Vater ihnen zum Wohl aller anvertraut hat.

Kürzlich habe ich, weil ich das Thema gern noch tiefer verstehen will, das Buch Fashioned to reign  von Kris Vallotton gelesen. Er setzt sich darin mit zwei Fragen auseinander:

  • Dürfen Frauen in Gemeinde und Gesellschaft leiten?
  • Wie sieht weibliche Leiterschaft aus?

Zur ersten Frage kommt er nach gründlicher Analyse der biblischen Texte zu einem klaren „Ja“.  Er findet fundierte, plausible Erklärungen für einige der „schwierigen Stellen“. Eine Sache, die für mich neu war: Es gibt in den 66 Büchern der Bibel nur drei Bücher, in denen Stellen vorkommen, die die Leitung von Frauen einzuschränken scheinen. Das sind Briefe von Paulus an Gemeinden oder Leiter von Gemeinden, die sich in Ephesus, Korinth und Kreta (Titusbrief) an Orten.

Dort gab es einen sehr stark ausgeprägte Verehrung weiblicher Gottheiten gab – mit den dazugehörigen Vorstellungen, von denen sich auch die jungen Christen noch nicht gelöst hatten.  Bei vielen seiner Briefe schreibt Paulus am Ende, dass auch andere Gemeinden sie lesen sollen. Bei den drei Briefen mit den schwierigen Stellen tut er das nicht. Das kann als ein Hinweis darauf verstanden werden, dass die Ausführungen sich auf eine spezifische Situation, nicht auf alle Frauen an allen Orten zu verstehen sind.

Bemerkung von mir: Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Aufforderung an den an Magenproblemen leidenden Timoteus „Nimm etwas Wein für deinen Magen, trink nicht nur Wasser!“ als allgemeingültige Regel für alle Christen zu verstehen.

Interessanterweise schreibt Vallotton, dass die Frage nach der Art wie Frauen leiten für ihn weit herausfordernder war als die Frage, ob und wo sie leiten dürfen?

Wie leitet eine Frau?

Er gibt die Antwort, indem er fünf verschiedene Frauen beschreibt, die auf ganz unterschiedliche Weise leiten: Durch Sensibilität gegenüber dem Heiligen Geist, durch starkes Durchhaltevermögen und Solidarität, durch die Fähigkeit, Vision vor Augen zu malen, durch tiefes Mitgefühl mit den Armen und Schwachen und Vorbild sein oder auch durch gelebte Integrität.

Leiter sein kann heißen, vorne zu stehen und anderen zu sagen, wo es lang geht. Es kann aber auch heißen, etwas zu entwickeln, zu gestalten.

Ich bin glücklich, dass wir im Verlag eine Reihe von Kompaktbiographien über einige leitende Frauen herausgegeben haben und jeweils beschreiben, was diese Frauen in der Welt geleistet haben.

Weltveränderer Frauen

  • Sophie Scholl
  • Margarethe Steiff
  • Aung San Suu Kyi
  • Hildegard von Bingen
  • Marie Curie
  • Helen Keller
  • Coco Chanel
  • Mutter Teresa
  • Astrid Lindgren

Sie haben Spuren hinterlassen.

Sie haben unsere  Welt schöner, freier, mutiger und gesünder gemacht. Es lohnt sich, ihre Geschichten zu kennen und sie den eigenen Söhnen und Töchtern zu erzählen. Damit sie auch zu Menschen werden, die etwas in dieser Welt prägen.

Ich wünsche mir, dass in unserer Gesellschaft und gerade auch in den christlichen Gemeinden, Frauen Raum gegeben wird, das Potential zu leben, das in ihnen steckt – ob as nun Lehre oder Forschung, Politik oder Wirtschaft, Seelsorge oder Design ist.

 

Mein neues Buch / Crowdfunding: ansetzen zum Endspurt

Puh, Crowdfunding ist echt nix für meine Nerven.

Eigentlich liebe ich ja Herausforderungen. Aber wenn ich das Ergebnis nur bedingt beeinflussen kann (entweder Leute machen mit oder auch nicht) und wenn sie mit Zeidruck kombiniert sind und es bis zum Ende knapp bleibt, dann finde ich das doch nervernaufreibend.

Und bei Crowdfunding ist es so: Wenn man die gesetztes Summe nicht erreicht, bekommt man gar nichts. Das Geld wird an die Unterstüzer zurück überwiesen.

Heute Morgen fehlten noch 400 von 5000 Euro für die Minimum-Summe. Wenn mehr als die benötigte Zielsumme zusammen kommt, macht das natürlich das ganze Projekt entspannter.

Ich denke und hoffe mal, dass das Gute Leben es schafft. Du darfst gern noch dabei sein.

Hier der Link zum Crowdfunding für das gute Leben

 

 

 

Mein gutes Leben – dein gutes Leben

Heute war ein wunderbarer Tag – zumindest, nachdem ich den Schrecken, von einem lauten Kompressor geweckt worden zu sein, mit einem Sprung in die Spree verdaut habe…

Montag ist mein Kreativtag. Kreativ bin ich zwar meistens. Doch am ersten Arbeitstag der Woche, nehme ich mir besonders – gemäß dem SWING – Konzept viel Zeit dafür. Und heute lief das Schreiben einfach. Das ist nicht immer so. Aber vielleicht hat es geholfen, dass ich alle zwei Stunden mal kurz in die Spree springen und mich erfrischen konnte, bevor ich weitergemacht habe.

Ich habe intensiv an weiteren Kurlektionen für mein Online-Training Dein gutes Leben gearbeitet und war um 18.00 richtig zufrieden mit der Ausbeute. Und hatte sogar noch die Energie, mir auf dem Weg zum Einkaufen eine Lektion eines Online-Trainingskurses anzuhören.

Ein Grund, warum ich gerade wie eine Weltmeisterin an dem Kurs arbeite ist, dass ich bereits von etwas neuem träume: Ich möchte mal wieder ein Buch schreiben.

Wer mich kennt, kennt einige der Sätze, die ich öfter sage:

  • Es darf sein, was ist. Ich gestalte, was wird. 
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. 
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen
  • Gut gedacht ist halt gemacht. 
  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 
  •  Und viele mehr.

Ich habe in den knackigen, zum Teil sicher auch kontroversen Sätzen für mich die wichtigsten Erkenntnisse meines Lebens zusammen gefasst. Und ich träume davon, die Erkenntnisse mit euch zu teilen – zu jedem Satz etwas Erklärendes und ein paar Geschichten zu schreiben. Iin der Hoffnung, dass es auch euer Leben stärkt.

Das kleine Problem: Derzeit reicht das Budget nicht, um die 5 – 10.000 Euro vorzufinanzieren,  die so ein Projekt von Lektorat über Grafik bis hin zum Druck locker kostet.

Aber – ich hab ja meine Sätze. :

  • Es darf sein, was ist. Das die Kohle nicht reicht, ist gerade die Realität. Die Realität zu leugnen, hilft nichts. Ich akzeptiere: So ist es gerade. Und :  Ich gestalte, was wird. Ich denke mir Lösungen aus.
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. Okay. Das mit der fehlenden Kohle ist wirklich blöd. Aber ich hab schon ganz andere Herausforderungen gemeistert. Aus der Mücke „Finanzmangel“ werde ich jetzt nicht den Bimbo Elefanten „Riesenproblem“ machen. Die Mücke ist lästig. Aber nicht zu viel Aufregung wert.
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen. Den Satz finde ich  richtig cool. Und total wahr. Für jedes dumme Problem gibt es ein paar, vielleicht sogar  Hunderte von Lösungen. Für meines fällt mir ein: Von Millionär heiraten, Dinge bei Ebay verkaufen, Kredit aufnehmen, Singen auf der Strasse bis hin zu Crowdfunding.
  • Gut gedacht ist halt gemacht. Wenn man ein Problem erst mal gut durchdacht hat, ist der Rest relativ einfach. Der Millionär fiel aus Zeitgründne aus – einen Menschen so gut kennen zu lernen, dass man ihn gern heiraten möchte, dauert halt doch eine Weile, ebenso wie Verkauf von Dingen bei Ebay. So lang will ich mit dem Buch nicht warten. Singen auf der Straße will ich der Menschheit nicht zumuten und Kredite machen mir Druck.

Also scheint Crowfunding die beste Lösung zu sein. Crowdfunding heißt: Eine Menge Menschen (Crowd) bringt etwas gemeinsam auf die Reihe – indem sie zusammen das Geld für ein Projekt aufbringen (funding).

Ich mag Crowd funding. Da kann jemand sagen: „Das finde ich gut. Da mache ich mit meinem Geld mit – und vielleicht auch mit meiner Zeit, indem ich anderen davon erzähle.“ 

Und wer mitmacht, bekommt am Ende das coole Dankeschön, das er sich für seinen Beitrag auswählt zum Beispiel Ein handsigniertes Buch oder mehrere. Ein Coaching zum Sonderpreis, zwei Tage auf dem Schiff usw. Ihr könnt selbst bei der Plattform Startnext nachsehen, was es alles gibt.

Die Spielregeln: Wenn genug Leute mitmachen, kommt das Ding zustande. Wenn nicht, dann eben nicht. Dann fließt auch kein Geld. Und wenn es klappt, kriegst du ein cooles Dankeschön für deinen Beitrag.

Soweit ist das durchgedacht. Soweit schon halb gemacht.

Jetzt bist du dran.

Du kannst noch mitmachen. Ich bitte dich sogar darum. Denn derzeit ist erst – oder schon – knapp die Hälfte der für das Buch benötigten Summe zusammen gekommen.  Aber wie ich selbst sage:

  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 

Von daher – herzliche Einladung, das Glas  noch weiter aufzufüllen.

Bei der Crowdfunding Plattform Startnext findest du alle weiteren Details. Und wenn ihr gerade kein Geld erübrigen könnt, ist es auch ein Geschenk, wenn ihr FAN werdet, Kommentare abgebt usw.

Hier noch mal der Link:

https://www.startnext.com/dasguteleben

Ich bin gespannt, ob wir es gemeinsam schaffen, Das gute Leben wahr werden zu lassen. Das wäre ein Traum.  Ich hoffe, er wird Realität. Und ich schreibe jetzt schon mal wie ne Weltmeisterin meine anderen Projekte, damit ich dann, wenn ihr mir hoffentlich in zwei Wochen den Startschuss für mein neues Buch gebt, alle Energie dafür verwenden kann.

Schiff: 99,5% fertig – mit Ballsaal

Flur Anfang Mai

Nach einem langen, intensiven Tag, genieße ich jetzt an Deck die Abendstille und die noch immer laue Luft .

Heute Morgen ist Bootsbauer Helge von Bord gegangen, nachdem er mal wieder zwei Wochen hier war, um weiterzubauen.

Schwerpunkt neben 10.000 Kleinigkeiten war der Eingangsbereich. Da gib es jetzt

  • Korkfussboden im Eingangsbereich
  • Eine leicht abklappere Arbeitsplatte in der Gästeküche
  • Eine ordentliche Sammelstelle für Flaschen
  • Zwischenböden im Schuhregal
  • Ein extra Ablage für meine 20 Schals
  • Einen eingebauten Filter für Trinkwasser
  • Eine ordentliche Abfall-Sammelstelle
  • Eine Kaffeemaschine – vor allem für Seminarbesucher und Gäste
  • Einen sicheren Stehplatz für die Queen (die war am Tag des Brexit von ihrem Platz gestürzt und hatte ihren Kopf verloren. Den haben wir wieder fest geklebt. Und ihr einen neuen, sicheren Standort spendiert,

Flur Mitte Juni

Jede einzelne bauliche Veränderung macht das Leben an Bord leichter oder schöner. Emotional und optisch macht der hell lasierte Kork natürlich den größten Unterschied. Statt das Empfinden zu haben, in einer engen Höhle zu sein, fühlt man sich nun wie in einem Tanzsaal.

99,5 % Basis-fertig 

Mit so einem Projekt ist man nie richtig fertig. Natürlich fehlen noch 1000 Kleinigkeiten und ein paar Großigkeiten z. B. ein guter Kamin für den Seminarraum.   Doch wenn man immer auf das was rein theoretisch perfekt fertig sein und noch gemacht werden könnte, schaut, wird man nie fertig. Und hat nie den Genuss, diese wunderbaren drei Worte auszusprechen: „Ich bin fertig!“

Deshalb habe ich für mich drei Stufen definiert

Stufe „Basis-fertig“ heißt: Alles funktioniert. Dazu fehlen aktuell noch

  • Eine Tür im Seminarraum
  • Ein Aufbewahrungsschrank für die Gästeküche (obwohl die dafür improvisierten Obstkisten auch einen guten Dienst tun)
  • Schubladen im Badezimmer
  • Funktionierender Herd in meiner Küche

Stufe „Luxus fertig“ heißt: Alles ist schick

  • Im Seminarraum gibt es einen guten Kamin und einen edlen Tisch für Coaching
  • Die Treppe nach unten ist auch für ungeübte Kletterer gut zu bewältigen
  • Alle Ecken und Kanten sind verkleidet
  • Der Maschinenraum hat Wandverkleidung satt tiefschwarzer Isolierung
  • Der Weg zu den Gästezimmern hat auch Korkfussboden
  • Einbauschrank im Gästezimmer oder Schubladen.
  • Lüftung fürs ganze Schiff (80% fertig)
  • Schicke Lampen… zum Teil improvisieren wir noch mit an die Decke geschraubten Marmeladegläsern

Stufe „Außen fertig „ heißt: Auch außen ist alles ist schick

  • Gute Sitz- und Liegemöbel für alle Besucher und Gäste (ok, für mich auch)
  • Holzfussboden statt Metall, das im Sommer sehr heiß und im Winter sehr glatt wird
  • Blumenkästen am Dach
  • Gute, leicht tragbare Kajaks oder Kanus
  • Eine angenehme Feuerstelle / Feuerkorb
  • Erweiterung der Solaranlage, damit das Schiff aus im Winter gut Licht hat.
  • So sah es am Anfang aus…

    ,,,

Es bleibt noch einiges zu tun. Aber fürs Erste freue ich mich über all das, was geworden ist.

So sah es am Anfang aus…99,5 & ist schon ganz schön weit, wenn man daran denkt, wie es am Anfang aussah.

Aber das Schönste ist: Das Schiff erfüllt – egal ob 70 oder 99% fertig, seinen Zweck. Vor ein paar Tagen waren mal wieder drei junge Frauen an Bord, die nach Orientierung für ihr Leben suchen und sich fragen, ob Deutschland und eventuell Berlin der Ort sein könnte, an dem sie einen Auftrag haben. Sie zu beherbergen, mit ihnen zu sprechen und sie bei der Suche nach Antworten zu unterstützen, das ist der Auftrag des Schiffes und von mir ganz persönlich.

Und es macht glücklich, wenn wir – mein Schiff und ich – das Leben können, was unsere Bestimmung ist.

 

50 – wie wunderbar

Es ist jetzt schon gut zwei Wochen her, doch es fühlt sich immer noch wunderbar an, jetzt 50 zu sein.

Ich habe den großen, runden Geburtstag mit bisher über 30 großen und kleinen Feiern zelebriert.

Unter anderem gab es ein Kaffeetrinken mit Patenkind und seinen Eltern, ein Jazz- ein Lud- und ein persisches Konzert, zwei leckere Essen, ein Bananenmilchschake am Morgen, ein Ausstellungsbesuch , eine großen Party an Bord.

Und ich habe den Geburtstag auch mit dem Pflanzen von vielen Erdbeeren, Tomaten, Blumen und vier Bäumen markiert. Auch wenn ich nicht glaube, dass Morgen die Welt untergeht.

Für mich war dieser Geburtstag der wohl schönste meines Lebens. Es war und ist so eine Freude, zu leben. Für mich ist das absolut nicht selbstverständlich. Es gab in meinem Leben mehrere Unfälle, die mich auch das Leben hätten kosten können.

Und es war wunderbar, zu sehen, zu lesen und zu hören, dass ich mit dem, was ich bin und geben kann, das Leben anderer Menschen bereichere.

Auch das ist alles andere als selbstverständlich. Von daher bin ich rundum tief dankbar.

Und freue mich an den Worten, den Geschenken und am Leben selbst.

Eine Gemüsekiste voll Dankbarkeit

Gerade eben habe ich für eine Zeitschrift einen Artikel über Dankbarkeit geschrieben. Und dann, dankbar, dass ich mein Nr. 1 Aufgabe des Tages erledigt habe, eine kleine Pause gemacht. Und meine erste Gemüsebox von Etepetete in Empfang genommen. Die retten Gemüse, das sonst weggeworfen wird, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.
In mener Box waren: 

  • riesige Äpfel
  • Monsterkarrotten
  • Bomben Auberginen
  • Kleine Kiwi
  • Kleine Orangen
  • zierliche Kartoffel
  • Avocados mit Fehlern an der Schale
  • und einige andere Sachen, die ziemlich normal aussahen. Leckerer Spargel zum Beispiel.

Ich freu mich riesig, dass ich das entdeckt habe….

  • Weil es meinen Werten entspricht, mit Ressourcen achtsam umzugehen. Ich mag es beispielsweise total, dass Jesus, nachdem er durch ein Wunder Brot vermehrt hat, um Leute vor dem Umkippen vor Hunger zu retten, den Jüngern sagt, sie sollen die Reste einsammeln. Er hätte ja vielleicht wieder ein Wunder tun können – aber nein, er geht sorgsam mit Ressourcen um. Das finde ich gut.
  • Weil es eine riesige Entlastung ist, das viele Gemüse, das ich in Smoothies etc. verzehre, nicht selbst schleppen zu müssen. Ich habe kein Auto und der nächste Biomarkt ist 5 km entfernt. Selbst das Geschleppe zur Tram nervt. 

Für mich ist so etwas alles andere als Selbstverständlich. Ich bin dankbar, dass Obst und Gemüse wächst. Und dankbar für Menschen, die sich so was ausgedacht haben wie Etepetete. Ich bin dankbar für die Post, die es liefert. Und dankbar, dass ich es – ohne Allergien oder sonst welche Hindernisse – essen kann und darf. Und dankbar für die kleine Pause eben. Und das Teilen…und

Ach ja, Dankbarkeit kann man lernen. Ich bringe es dir gerne bei – z. B. in meinen Büchern dazu (einfach bei uns im Shop „DANK“ als Suchbegriff eingeben. Oder in meinem Onlinekurs DAN. Dankbar alles nehmen.

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